«Man muss immer genau wissen, was man tut»

Kevin Wälchli ist kein Profischwimmer. Und dennoch wagt er, woran andere nicht mal denken würden. Er wird für das Projekt Aare vom Grimselmassiv bis zur Aaremündung in den Rhein bei Koblenz schwimmen – und dabei Spenden für allani Kinderhospiz Bern sammeln. Was den 28-jährigen Solothurner antreibt, hat er uns im Interview verraten.



Kurz zu dir, Kevin: wer bist du?

Ich bin einer wie jeder andere auch, weder unglaublich toll noch unglaublich anders. Aber das Warten ist nicht meine Stärke. Ich kann und will nicht warten, bis etwas passiert. Daher suche ich nach Herausforderungen, Abenteuern und Neuem. Als kleiner Junge habe ich immer gehört, wie Leute Geschichten von anderen weitererzählt haben. Ich dachte mir dabei immer: «Wenn ich gross bin, will ich nicht die Geschichten von andern erzählen, sondern meine eigenen».

Mein Buch ist bereits gut gefüllt, aber es hat noch immer einige Seiten, welche beschrieben werden wollen.


Wie bist du auf die irrsinnige Idee gekommen, die Aare runterzuschwimmen?

Da sind mehrere Dinge zusammengekommen. Zum einen reise ich beruflich viel und sehe dabei immer wieder Gewässer, die in einem fragwürdigen Zustand sind. Zum andern bin ich sportbegeistert und immer auf der Suche nach Herausforderungen. All dies endete schliesslich in diesem Projekt.


Woher kommt dein Spitzname “Aareaal”?

Hehehe…, das ist eine gute Frage. Es ist nicht wirklich ein Spitzname, oder zumindest hat mich bis jetzt noch nie jemand mit diesem Namen gerufen. Es ist vielmehr ein Wortspiel von Aschi (Daniel Ernst), einem Teammitglied. Aber ich hoffe natürlich, dass ich mit den geschmeidigen Bewegungen eines Aals die Aare herunterkomme.




Wer unterstützt dich bei deinem Vorhaben?

Ich werde von Kollegen unterstützt, wie ich sie jedem wünsche!

Zum einen sind es Kollegen aus der Schulzeit, zum andern aus dem Fußballklub HSV-Halten oder vom Handball. Die meisten kannten einander, einzelne lernten sich während der Vorbereitungen kennen. Niemand von uns ist ein Profi. Alle standen immer wieder vor kleineren und grösseren Herausforderungen, die zum Teil allein oder im Team gelöst werden mussten. So wurde schon das Projekt zum Projekt.


Wie hast du dich auf das Projekt vorbereitet?