Die Geschichte von Jasmin, Patrick und Lia

Als Lia viel zu früh zur Welt kommt, beginnt für ihre Eltern ein Alltag voller Sorgen, medizinischer Betreuung und Verantwortung. Heute ist Lia zwei Jahre alt.

21.05.2026 allani
Die Geschichte von Jasmin, Patrick und Lia
Familien

Als Jasmin und Patrick erfuhren, dass sie Eltern werden, ging für sie ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. Doch die Freude über die Schwangerschaft wurde schon früh von Sorgen begleitet. Blutungen, eine Schwangerschaftsvergiftung und immer neue Untersuchungstermine überschatteten die Zeit. 

In der 27. Schwangerschaftswoche kam Tochter Lia mit nur 800 Gramm per Notkaiserschnitt auf die Welt. Was dann folgte, beschreiben die Eltern heute als Ausnahmezustand. Bei der Geburt erlitt Lia Sauerstoffmangel, verlor sehr viel Blut, wurde mehrmals reanimiert und musste auf der Neonatologie intensiv betreut werden. Niemand wusste, ob Lia es schaffen wird und welche Folgen bleiben würden. Erst eine Woche nach der Geburt durften die Eltern Lia das erste Mal in die Arme schliessen. 

Alle bangen um Lia

Patrick erinnert sich noch genau an die ersten Stunden nach der Geburt. Während Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachpersonen um Lia kämpften, wartete er im Nebenraum und merkte schnell, dass etwas nicht stimmte. Die Angst um seine Tochter und seine Frau war kaum auszuhalten. Auch für Jasmin waren die ersten Stunden und Tage geprägt von enormer Angst und Unsicherheit. Jeden Tag hiess es: «Lia ist stabil aber nicht über den Berg.» Selbst noch nicht über den Berg nach der traumatischen Geburt versuchte Jasmin stets, mit ihrer Tochter in Verbindung zu bleiben: «Ich habe ihr immer gesagt: Du schaffst das, du schaffst das!»

Schritt für Schritt ins Leben

Heute ist Lia zwei Jahre alt. Sie liebt Musik, reagiert auf Geräusche und hat in den letzten Monaten grosse Fortschritte gemacht. «Niemand hätte je gedacht, dass Lia sich so entwickelt, wie sie das bis heute getan hat», erzählen ihre Eltern. Viele Therapien, medizinische Unterstützung und unzählige Stunden Betreuung bestimmen ihren Alltag.

Zuhause dreht sich alles um Lias Versorgung. Geräte überwachen ihre Atmung, Termine und Therapien strukturieren die Woche, Nächte bleiben oft unruhig. Jasmin und Patrick mussten lernen, Medizingeräte zu bedienen, Atemprobleme einzuschätzen und den Gesundheitszustand ihrer Tochter konstant zu überwachen. Die Betreuung von Lia erfordert aufgrund ihrer komplexen medizinischen Situation viel Fachwissen und Sicherheit im Umgang mit den Geräten und möglichen Notfällen. Unterstützung durch die Spitex und Assistenzpersonen ist deshalb für die Familie essenziell, da eine längerfristige Betreuung auch im nahen Umfeld nur mit entsprechendem medizinischem Wissen möglich ist.

Lias Zimmer zuhause erinnert mit den vielen medizinischen Geräten eher an ein Spitalzimmer als an ein Kinderzimmer. Im Haus, im Auto oder am Kinderwagen befindet sich stets ein Ambubeutel, direkt an eine Sauerstoffflasche angeschlossen, damit im Notfall sofort gehandelt werden kann. Besonders belastend für die Familie ist, wie schnell sich Lias Zustand verändern kann: Innerhalb weniger Stunden kann aus einem stabilen Zustand ein medizinischer Notfall werden, der eine Behandlung auf der Intensivstation erforderlich macht.

Ankommen bei allani

Auf allani wurden sie kurz nach dessen Eröffnung aufmerksam. Anfangs fiel es ihnen schwer, Lia überhaupt für einen kurzen Moment in andere Hände zu geben. Beim ersten Aufenthalt schliefen sie im allani noch unter dem gleichen Dach. Schritt für Schritt lernten sie, loszulassen. Heute bedeutet allani für die Familie vor allem eines: durchatmen. «Im Vergleich zu unserem sonstigen Alltag fühlt sich allani ein bisschen wie Ferien an», sagen Jasmin und Patrick. Nicht, weil die Sorgen verschwinden würden, sondern weil sie wissen, dass Lia gut umsorgt ist. Sie können gemeinsam essen gehen, ins Kino oder einfach einmal nichts tun. Dinge, die sonst kaum möglich sind. 

Auch Lia geniesst die Aufenthalte im allani-Haus. Sie reagiert besonders gut auf die Therapieangebote, die Tiere und die vertrauten Bezugspersonen. Für die Familie sind diese Auszeiten dringend nötig, um Kraft zu sammeln und den Alltag weiter tragen zu können. Wir hoffen, Lia und ihre Familie noch lange begleiten zu dürfen und viele weitere kleine und grosse Entwicklungsschritte mitzuerleben.

Sie machen es möglich

In der Schweiz leben rund 10’000 Kinder mit einer potenziell lebensverkürzenden Erkrankung. Familien wie jene von Lia zeigen, wie viel Stärke, Liebe und Ausdauer dafür jeden Tag nötig sind.

Erlebnisse für Geschwisterkinder

ab CHF 60.-

Während Eltern viel Zeit mit der Pflege ihres erkrankten Kindes verbringen, stehen Geschwister oft im Hintergrund. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie ihnen einen abenteuerlichen Nachmittag voller unbeschwerter Momente – sei es ein Lama-Spaziergang, Ponyreiten, kreatives Basteln oder ein Tag im Papiliorama.

Mehr Erfahren

Firmenspende

ab CHF 500.-

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie das erste Kinderhospiz der Schweiz, das Kindern mit einer lebensverkürzenden Diagnose ein wunderschönes Zuhause auf Zeit schenkt.

Mehr Erfahren

Musiktherapie

ab CHF 130.-

Musiktherapie schafft mit Klängen, Rhythmen und Melodien einen Raum für Ausdruck, Entspannung und Nähe. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie ca. 60 Minuten musikalische Begleitung.

Mehr Erfahren