Physiotherapie bringt Bewegung in den allani-Alltag
Mit Ihrer Hilfe kann allani potenziell lebensverkürzend erkrankten Kindern und ihren Familien ein schönes Zuhause auf Zeit schenken.
In der Schweiz leben über 10'000 potenziell lebensverkürzend erkrankte Kinder. Bei allani finden sie ein schönes Zuhause auf Zeit.
Unser Ziel: Familien mit schwerkranken Kindern entlasten, betreuen und begleiten, sodass sie Zeit für sich als Familie finden.
Hier finden Sie die wichtigsten Informationen, Downloads und weiterführende Links. Für weitere Anliegen und Fragen dürfen Sie uns gerne direkt kontaktieren.
Das physiotherapeutische Angebot bei allani soll vor allem Bewegung fördern, Funktionen erhalten und individuelle Fortschritte begleiten.
«Wir können uns für jedes einzelne Kind die Zeit nehmen, die es braucht», beschreibt Pia Woodtli eine der Besonderheiten ihrer Arbeit im allani. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Monika Fuchs und Sandra Spörri bildet sie das Physiotherapieteam des allani Kinderhospizes. Dass Zeit den grössten Unterschied zu ihrer Tätigkeit im klassischen physiotherapeutischen Setting ausmacht, darin sind sich alle drei einig.
Auch die Flexibilität, mit der die Therapiestunden gestaltet werden, ist besonders. «Oft wird spontan entschieden, welcher Ort für die Behandlung am besten geeignet ist», erzählt Pia Woodtli. Nicht selten wird das Wohnzimmer zum Therapieraum. Manchmal sitzt ein Elternteil dabei, manchmal begleitet eine Pflegefachperson die Therapie, manchmal entwickelt sich gemeinsam mit den Freiwilligen ein spielerischer Moment. Diese Nähe schafft eine familiäre Atmosphäre: Es entstehen spontane Gespräche, gemeinsames Lachen und Momente, die Leichtigkeit in die Therapie und den Alltag der Familien bringen.
Die Krankheitsbilder der Kinder und Jugendlichen im allani sind sehr individuell und komplex; viele von ihnen sind auf Beatmung angewiesen und benötigen verschiedene Hilfsmittel und medizinische Geräte. Entsprechend unterschiedlich sind auch ihre Bedürfnisse. Manche Kinder können aktiv an den Therapien teilnehmen, bei anderen stehen passive Bewegungen im Vordergrund. Nicht alle Kinder können sprechen oder sich verständlich ausdrücken. Umso wichtiger sind Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und ein feines Gespür für ihre Signale. Ein Blickkontakt, ein Lächeln oder eine kleine Reaktion können dabei wichtige Hinweise geben und zeigen, was sie im Moment brauchen.
Monika Fuchs, Sandra Spörri und Pia Woodtli sind ausgebildete Physiotherapeutinnen und haben alle viel Erfahrung mit sehr schwer und komplex erkrankten Kindern. Sie teilen sich die Arbeit im allani untereinander auf, pflegen zugleich aber einen regelmässigen fachlichen und persönlichen Austausch. Ebenso wichtig ist ihnen die enge Zusammenarbeit mit dem Pflegeteam und den Eltern, wie sie alle drei betonen.
Im Zentrum der Behandlungen stehen unter anderem Atemtherapie, Bewegungstherapie, manuelle Lymphdrainage sowie verschiedene Techniken zur Lösung von Spastiken und Verkrampfungen. Ziel ist es stets, Bewegung zu ermöglichen, Beschwerden zu lindern, Erleichterung zu schaffen und die Lebensqualität der Kinder bestmöglich zu verbessern.
Und manchmal gehört am Ende einer Therapieeinheit auch ein Spiel dazu, ein Lied oder der Besuch eines Tieres. Ein auflockerndes Ende nach einer für die Kinder oft auch anstrengenden, aber wohltuenden Behandlung.
Die Arbeit mit Kindern, die mit einer potenziell lebensverkürzenden Erkrankung leben, verändert den Blick auf das Wesentliche. «Das Wissen, dass ein Abschied manchmal näher sein kann, als man denkt, öffnet meine Sinne auf eine besondere Art», erzählt Monika Fuchs. «Es ist für mich ein Geschenk und ein Privileg, einem Kind Erleichterung oder einen wohltuenden Moment schenken zu dürfen.»
Die Physiotherapie ist nur ein Teil des Angebots, das die Kinder und ihre Familien im allani in Anspruch nehmen dürfen. Sie zeigt: Es geht hier um Zeit, Nähe, professionelle Begleitung und die kleinen Momente, die den Alltag für die betroffenen Kinder und ihre Familien ausmachen.
Damit dieses Angebot weiterhin bestehen kann, sind wir auf Spenden angewiesen, denn die physiotherapeutischen Behandlungen bei allani werden nicht von den Versicherungen übernommen. Jeder Beitrag hilft, das Therapieangebot aufrechtzuerhalten und ermöglicht es allani, eine auf die Kinder und Jugendlichen zugeschnittene Behandlung anzubieten.
Herzlichen Dank, dass Sie dies möglich machen.